Nasse Berliner Straße bei Nacht mit einer Natriumlaterne im Vordergrund und einer beleuchteten Tür im Mittelgrund
Transparenz der Redaktion

Redaktionsstandards

Wie wir recherchieren, Quellen prüfen, Fehler korrigieren und Interessenkonflikte vermeiden — offengelegt für alle, die unsere Berichte aus Verkehr, Infrastruktur, Wirtschaft und Stadtpolitik lesen.

Woran wir uns halten

Journalistische Sorgfalt ist bei uns keine Absichtserklärung

Wir berichten über Dinge, die den Alltag in Berlin bewegen: eine gesperrte Brücke, ein neuer Fahrplan, ein Streik im Nahverkehr, eine Debatte im Abgeordnetenhaus. Solche Themen treffen Menschen, die morgens losfahren müssen. Deshalb schreiben wir nicht einfach ab, was uns zugespielt wird. Wir prüfen, wen eine Aussage nützt, woher sie kommt und was sie belegt.

Diese Seite erklärt, wie wir arbeiten. Sie richtet sich an Leserinnen und Leser, die nachvollziehen wollen, wie eine Meldung entsteht, und an Menschen, die uns auf einen Fehler hinweisen möchten. Beides ist uns wichtig — Rückmeldungen gehören zu einer Redaktion, die öffentlich arbeitet.

Weite nächtliche Kreuzung in Berlin mit nasser Fahrbahn und reflektierten Signallichtern

Recherche beginnt auf der Straße

Wie wir recherchieren

Kein Artikel beginnt am Schreibtisch. Er beginnt dort, wo das Problem auftaucht: am Bahnsteig, an der Baustellenabsperrung, im Wartebereich einer Verwaltung.

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    Vor Ort nachsehen

    Wenn eine Straße gesperrt ist oder ein Bauabschnitt beginnt, fahren wir hin. Wir notieren Uhrzeiten, Absperrungen, Beschilderung und den tatsächlichen Zustand. Was wir nicht selbst gesehen haben, kennzeichnen wir als Aussage Dritter.

  2. 2

    Unterlagen anfordern

    Bei Behörden, Verkehrsbetrieben und Unternehmen fragen wir nach Plänen, Zeiträumen, Genehmigungen und Kosten. Wir fragen nach, wenn eine Antwort ausweicht, und halten fest, wenn eine Auskunft verweigert wird.

  3. 3

    Betroffene ansprechen

    Pendler, Anwohner, Betriebsräte, Fahrgastverbände und kleine Gewerbetreibende wissen oft mehr über die Folgen als die Stelle, die entschieden hat. Ihre Schilderungen prüfen wir gegen die Aktenlage.

  4. 4

    Gegenlesen lassen

    Vor der Veröffentlichung liest eine zweite Person aus der Redaktion den Text gegen: Zahlen, Namen, Zuständigkeiten und Zitate. Erst danach geht der Beitrag online.

Wie wir Quellen prüfen

Zwei unabhängige Belege sind unser Maßstab. Eine Quelle, die nur bestätigt, was wir ohnehin vermuten, reicht nicht — auch dann nicht, wenn sie gut klingt.

Amtliche Dokumente
Senatsvorlagen, Bezirksamtsbeschlüsse, Vergabeunterlagen und Antworten auf Anfragen lesen wir im Original. Fassen wir zusammen, nennen wir die Fundstelle.
Auskünfte von Stellen
Stellungnahmen von Verkehrsbetrieben, Bauverwaltung oder Unternehmen ordnen wir der Stelle zu, die sie gegeben hat. Widersprüche zwischen zwei Auskünften bleiben im Text stehen, statt geglättet zu werden.
Beobachtungen vor Ort
Eigene Beobachtungen tragen Datum und ungefähre Uhrzeit. Sie ersetzen keine Akte, können aber zeigen, ob eine Ankündigung im Alltag ankommt.
Hinweise von Lesern
Hinweise aus der Leserschaft behandeln wir als Ausgangspunkt, nicht als Beleg. Wir gehen der Sache nach und prüfen, was sich belegen lässt — auch wenn dabei weniger übrig bleibt als erhofft.

Fehler korrigieren wir sichtbar

Wir machen Fehler. Entscheidend ist, was danach passiert: Wir benennen die Änderung, statt sie stillschweigend einzupflegen.

Kleine Korrekturen

Tippfehler, Zahlendreher oder ein falsch geschriebener Straßenname werden berichtigt. Steht der Fehler länger als einen Tag online, vermerken wir die Änderung am Ende des Beitrags.

Inhaltliche Fehler

Wenn eine Aussage nicht stimmt, wird der Absatz korrigiert und die Korrektur mit Datum kenntlich gemacht. Der ursprüngliche Sinn bleibt nachvollziehbar.

Rücknahme

Lässt sich ein Beitrag in der Sache nicht halten, nehmen wir ihn zurück und erklären auf der Seite, warum. Ein stilles Löschen ohne Hinweis gibt es bei uns nicht.

Was wir nicht tun

Wir löschen keine unangenehmen Passagen, um Kritik zu vermeiden, und wir ändern keine Zitate, damit sie besser in eine Überschrift passen.

Nahaufnahme eines Schreibtischs bei Nacht mit Händen an einer Tastatur im warmen Lampenlicht
Recherche und Gegenlesen laufen in derselben Redaktion — nachts, wenn die Stadt ruhiger wird und die Unterlagen gelesen sind.

Interessenkonflikte offenlegen

Wer über Verkehr und Stadtpolitik schreibt, kennt zwangsläufig Menschen, die daran mitarbeiten. Wir lösen das nicht durch Verschweigen, sondern durch Offenlegung.

  • Nebentätigkeiten, Mitgliedschaften und Auftragsarbeiten von Redaktionsmitgliedern werden erfasst und bei betroffenen Themen im Beitrag vermerkt.

  • Bei Themen, an denen ein Redaktionsmitglied wirtschaftlich beteiligt ist, übernimmt eine andere Person den Beitrag.

  • Gesponserte Inhalte und Anzeigen tragen eine Kennzeichnung und werden nicht als redaktionelle Berichterstattung ausgegeben.

  • Reisekosten zu Presseterminen tragen wir selbst, wo das möglich ist. Wo es nicht möglich ist, steht es im Beitrag.

Wer hinter BerlinMobil Nachrichten steht

Wir sind eine Berliner Redaktion mit Sitz am Kurfürstendamm. Unser Schwerpunkt liegt auf Mobilität und Stadtentwicklung — von der U-Bahn bis zum Gewerbehof im Außenbezirk. Wir berichten für Menschen, die hier wohnen, arbeiten und jeden Tag durch die Stadt kommen müssen.

Unsere Themen verteilen sich auf die Ressorts Verkehr, Infrastruktur, Wirtschaft, Stadtpolitik und Lokales. Jedes Ressort hat feste Ansprechpartner in der Redaktion. Wenn Sie nicht wissen, an wen Sie sich wenden sollen, genügt eine Nachricht an die allgemeine Adresse — wir leiten sie weiter.

Kontakt

Adresse
Kurfürstendamm 21, 10719 Berlin, Deutschland
Telefon
+49 30 88724590
Erreichbar
Montag bis Freitag: 09:00–18:00 Uhr

Häufige Fragen

Fragen, die uns Leserinnen und Leser regelmäßig stellen — und die Antworten, die wir geben können.

Woher stammen die Zahlen in Ihren Beiträgen?

Zahlen stammen aus veröffentlichten Unterlagen, aus Antworten auf Anfragen oder aus Angaben der zuständigen Stelle. Wo eine Zahl geschätzt ist, schreiben wir das dazu. Wenn zwei Stellen unterschiedliche Zahlen nennen, geben wir beide an und erklären den Unterschied, statt eine Zahl auszuwählen.

Können Sie anonyme Hinweise verwenden?

Ja, wenn der Hinweis überprüfbar ist. Wir schützen die Quelle, prüfen die Angaben aber unabhängig gegen Dokumente oder eine zweite Auskunft. Anonymität bedeutet bei uns nicht, dass eine Behauptung ohne Beleg gedruckt wird.

Wie schnell korrigieren Sie einen Fehler?

Sobald ein Fehler belegt ist, ändern wir den Text — in der Regel am selben Tag. Bei größeren inhaltlichen Korrekturen ergänzen wir einen Hinweis mit Datum, damit Leserinnen und Leser die Änderung erkennen können.

Arbeiten Sie mit Agenturmaterial?

Wir nutzen Agentur- und Pressematerial als Ausgangspunkt, prüfen die Kernaussagen aber selbst nach. Wo ein Beitrag überwiegend auf einer Pressemitteilung beruht, kennzeichnen wir das und nennen die Absender. Ein unveränderter Nachdruck von Pressetexten erscheint bei uns nicht.

Weiterlesen oder uns schreiben

Wenn Sie wissen möchten, wie eine konkrete Meldung entstanden ist, fragen Sie nach. Wenn Sie einen Hinweis haben, prüfen wir ihn. Und wenn Sie unsere Berichterstattung verfolgen wollen, finden Sie alle Ressorts und Artikel über die Nachrichtenübersicht.

Zu den Nachrichten Kontakt aufnehmen

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag, 09:00–18:00 Uhr.